Schützenfest 2026 – Sonntag und Montag
Dieses Schützenfest wird sicherlich als eines der heißesten Feste in die Geschichte unserer Schützenbruderschaft eingehen. Bereits in der Woche vor dem Fest wurden Temperaturen von knapp 40 °C angekündigt. Aus diesem Grund entschied sich der Vorstand frühzeitig, Programmpunkte, Ansprachen und Reden auf ein Minimum zu reduzieren. Auch der Sonntag war von diesen Einschränkungen betroffen.
Der Sonntag begann traditionell mit der Schützenmesse in unserer Pfarrkirche. Pastor Alexander Plümpe gestaltete erneut einen stimmungsvollen Gottesdienst. Besonders seine Predigt wird vielen in Erinnerung bleiben: Er bezeichnete den Schützenadler als den eigentlichen Star des Schützenfestes. Schließlich ist der Adler nur aus einem Grund auf dem Fest – er opfert sich für den neuen König.


Im Anschluss wurden vor dem Kirchenportal die Ehrungen unserer langjährigen Schützenbrüder vorgenommen. Aufgrund der angekündigten Hitze waren diese auf den Sonntagmorgen vorverlegt worden. Für ihre langjährige Treue zur Bruderschaft wurden Ludwig Hemfort für 60 Jahre und Hubert Herbort für 65 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet.
Beim anschließenden Frühschoppen unter den Eichen an der Domschenke konnten sich alle auf den Nachmittag einstimmen und das Freibier unseres Königspaares Michael und Carolin Kleinehakenkamp sowie unserer Vereinswirtinnen Katharina Merkle und Elisabeth Sittinger genießen.
Das Antreten am Nachmittag wurde auf 15:30 Uhr verschoben. Auch der traditionelle Festumzug musste aufgrund der hohen Temperaturen entfallen. Das Wohl von Mensch und Tier steht für unsere Bruderschaft an erster Stelle. Dennoch ließ sich die Throngesellschaft um Michael und Carolin etwas Besonderes einfallen: In einem Oldtimer-Autokorso wurden die Majestäten von der Königsresidenz zum Festplatz begleitet.


Dort durften wir auch zahlreiche Ehrengäste aus der Politik begrüßen, darunter Landtagspräsident André Kuper, den Bundestagsabgeordneten Ralph Brinkhaus sowie Bürgermeister Andreas Sunder.
Anschließend nahmen die Vertreter des Bezirksverbandes Wiedenbrück weitere Ehrungen vor. Stefan Wellerdiek, Jens Neitemeier und Martin Niermann zeichneten verdiente Schützen aus. Diözesanbundesmeister Mario Kleinemeier verfolgte das Geschehen dabei aufmerksam in seiner Funktion als Thronoffizier.
Mit dem Hohen Bruderschaftsorden wurden Martin Beckmann, Werner Eickhölter, Walter Stöppel, Sascha Sudahl und Stefan Westernstroer ausgezeichnet.
Darüber hinaus verlieh der Bezirksverband zwei weitere hohe Auszeichnungen: Martin Dirkwinkel und Bernd Wimmelbücker erhielten das Sebastianus-Ehrenkreuz.


Natürlich durften auch unsere Jubelmajestäten nicht fehlen. Vor 25 Jahren regierten Walter Löhner und unsere Vereinswirtin Elisabeth Sittinger die St. Jakobus Schützenbruderschaft. Bereits vor 50 Jahren standen Werner Eickhölter und Käthe Kneuper als Königspaar an der Spitze der Bruderschaft. Mit einem Augenzwinkern bezeichneten sie sich selbst einmal als „das erste junge Jubelpaar“.

Königin Carolin überreichte den vier Jubelmajestäten die Jubelorden und Jubelbroschen.
Beim Wettbewerb um den Titel „König der Könige“ sicherte sich um 18:37 Uhr David Harlos den begehrten Wanderpokal. Bereits 2019 regierte er als Schützenkönig. Die Insignien gingen an Martin Dirkwinkel (Krone), Werner Niermann (Apfel) und Martin Niermann (Zepter).

Beim großen Festball im Festzelt und dem traditionellen Ständchen des Spielmannszuges wurde anschließend gemeinsam mit unseren Gastvereinen aus Lipperbruch und Bad Waldliesborn ausgelassen gefeiert. Auch die Freiwillige Feuerwehr sowie der 1. AKC Mastholte e. V. überbrachten ihre Glückwünsche.
Der Montag begann früh mit dem ökumenischen Gottesdienst, der von unserem Vereinspräses Andreas Zander und Pfarrer Dietrich Fricke gestaltet wurde. Für die musikalische Begleitung sorgte die Delbrücker Stadtkapelle – sowohl in der Kirche als auch später am Ehrenmal zur Kranzniederlegung.
Glücklicherweise hatte es in der Nacht von Sonntag auf Montag durch die Regenschauer ein wenig Abkühlung gegeben. Die Schützen konnten daher am Montag in der kompletten Uniform antreten. Sehr zur Freude von Oberst Udo Brokherm.


Dort hielt Landrätin Ina Laukötter eine sehr persönliche Ansprache zum Gedenken an die Gefallenen der beiden Weltkriege sowie an unsere verstorbenen Schützenbrüder. Gemeinsam mit Bürgermeister Andreas Sunder gedachten die Schützen in einem würdevollen Moment der Verstorbenen.
Anschließend wartete auf dem Festplatz bereits das traditionelle Schützenfrühstück. Ein herzliches Dankeschön gilt dem Team um unseren Festwirt Sebastian Jassmeier für die hervorragende Bewirtung.
Gut gestärkt begann anschließend das Vogelschießen – und auch in diesem Jahr entwickelte sich ein echter Krimi. Die Insignien sicherten sich Julian Staffel (Krone), Christopher Sudahl (Apfel) und Marvin Herbort (Zepter). Die Flügel gingen an Kevin Kleinekorte und Günter Poll.

Mit Michael Ackermann, Günter Poll, Markus Wördekemper und Sebastian Lütkemöller kristallisierten sich schnell mehrere aussichtsreiche Anwärter auf die Königswürde heraus. Schuss um Schuss, die von den Schießmeistern Lara Loick, Jonas Maltschewski und Thomas Hemfort nachgelegt wurden, wurde der Adler weiter zerlegt und neigte sich immer weiter nach vorne. Die beiden Moderatoren Mark Brinkhaus und Jürgen Sandmeier hatten bei jeder Salve einen passenden Spruch für die Anwärter bereit.
Zum Schluss lieferten sich Michael Ackermann und Günter Poll ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Mit einer gezielten Salve bereiteten Michael Ackermann am rechten Gewehr und David Harlos am linken Gewehr den Vogel für den entscheidenden Schuss vor.
Anschließend mussten Günter Poll am rechten Gewehr und Thomas Hemfort am linken Gewehr nur noch treffen – und genau das gelang.


Der neue Schützenkönig 2026/2027 heißt:
Günter I. Poll
Zu seiner Königin erwählte er seine Ehefrau Petra III. Poll.

Günter ist seit über 40 Jahren Mitglied unserer Bruderschaft und errang bereits 1991 die Würde des Jungschützenkönigs. Darüber hinaus engagiert er sich als Löschzugführer der Freiwilligen Feuerwehr Mastholte ehrenamtlich für die Allgemeinheit.
Seine Frau Petra arbeitet als kaufmännische Angestellte im gemeinsamen Bauunternehmen und widmet sich in ihrer Freizeit mit großer Freude ihrem Garten sowie dem Nähen.
Nicht nur das Königspaar selbst freute sich über den gelungenen Königsschuss – auch die beiden Söhne Lukas und Niklas waren sichtlich stolz auf ihre Eltern.
Ebenso groß war die Freude bei der gesamten Throngesellschaft, die sich auf ein unvergessliches Regentschaftsjahr freut.
Zum Thron gehören:
Luisa Hillemeier und Lukas Freitäger
Marie Petermeier und Christoph Hemfort
Heike und Thomas Hemfort
Heike und Dirk Stallein
Tanja und Thomas Bergkemper
König Günter I. Poll und Königin Petra III. Poll
Robert und Birgit Henkenjohann
Dominik Baumjohann und Johanna Stallein
Michael und Sandra Petermeier
Lena Stallein und Timo Sudahl
Karin Freitäger und Ralf Strotkötter
Claudia und Bernd Wimmelbücker

Bei der Krönung an der Kirche wurde es schließlich noch einmal emotional. Michael und Carolin verabschiedeten sich von ihrer Regentschaft und übergaben Königskette und Diadem an ihre Nachfolger. Im Gegenzug heftete Königin Petra ihnen den Königsorden beziehungsweise die Königinnenbrosche an.
Ein weiterer Höhepunkt an diesem Abend war sicherlich der Eröffnungstanz unter freiem Himmel auf unserem Festplatz. Unser Königspaar konnte dort gemeinsam mit ihrer Throngesellschaft sowie den Gastvereinen aus Rietberg, Bokel, Westenholz und Benteler sowie der Freiwilligen Feuerwehr Mastholte den Festabend einläuten.
Im Festzelt sorgten anschließend die Band Coverdrive und der DJ bis in die frühen Morgenstunden für beste Stimmung. Parallel wurde das Spiel der deutschen Nationalmannschaft auf einer Großbildleinwand im Biergarten übertragen – leider ohne das erhoffte Ergebnis für unsere Mannschaft.
Lieber Günter, liebe Petra,
wir wünschen euch von Herzen ein unvergessliches Thronjahr, viele schöne Momente mit eurer Throngesellschaft und ganz viel Freude an eurer Regentschaft. Genießt diese besondere Zeit in vollen Zügen.
An dieser Stelle noch einmal ein Dankeschön an unsere Fotografen Winfried Sandmeyer, Markus Schumacher und Thorsten Zelinski. Ihr habt wieder viele tolle Momente eingefangen.
Horrido!

